OpenGeoDB entstand in den 2000er-Jahren als freies Gemeinschaftsprojekt mit einem einfachen Ziel: Geokoordinaten zu Orten und Postleitzahlen frei verfügbar zu machen. Zu einer Zeit, in der solche Daten meist teuer und geschlossen waren, trug eine Gemeinschaft von Freiwilligen einen offenen Datenbestand für Deutschland, Österreich, die Schweiz, Belgien und Liechtenstein zusammen.
Der Datenbestand wurde offen gepflegt und stand im Rahmen der Gemeinfreiheit zur freien Nutzung bereit. Genau das machte OpenGeoDB zu einer verlässlichen Quelle für alle, die Ortsnamen, Postleitzahlen und Koordinaten in eigenen Anwendungen brauchten, ohne an Lizenzkosten oder Nutzungsschranken gebunden zu sein.
Die ursprüngliche Anlaufstelle des Projekts ist das OpenGeoDB-Wiki, das heute unter opengeodb.giswiki.org erreichbar ist. Die historischen Datenbank-Abzüge liegen weiterhin im Download-Archiv auf SourceForge. Diese Seite steht in keinem Betreiberverhältnis zu jenem Wiki; sie führt die Idee eigenständig und mit aktuellen Daten fort.
Über die Jahre floss OpenGeoDB in zahllose Projekte ein. Kartenmaterial auf Basis der Daten findet sich bis heute in der Wikipedia und bei Wikimedia Commons, das OpenStreetMap-Wiki verweist auf das Projekt, und Entwicklerbibliotheken (etwa PLZ- und Geodaten-Pakete) bauen auf den Abzügen auf. Dieser breite, ehrliche Gebrauch ist das eigentliche Erbe des Projekts.
opengeodb.de belebt die Domain als deutsches Geo-Nachschlagewerk. Der Anspruch bleibt derselbe: echte, überprüfbare Daten, frei zugänglich. Konkret bedeutet das:
Die verwendeten Quellen (unter anderem OpenPLZ, Wikidata und der Zensus 2022 des Statistischen Bundesamtes) sind offen lizenziert; Herkunft und Lizenz sind auf der Datenseite dokumentiert. Bewusst verzichtet wird auf OpenStreetMap-Straßendaten, um deren Share-alike-Bedingungen nicht auf den gesamten Bestand zu übertragen.
Das ursprüngliche OpenGeoDB lebte vom Mitmachen. In diesem Sinne sind Hinweise auf Fehler oder Ergänzungen willkommen und fließen nach Prüfung in den Datenbestand zurück. Bis eine eigene Meldefunktion bereitsteht, erreichen Sie den Betreiber über das Impressum.